Kurzbeschreibung:
Als vor zwei Jahren die Studioaufnahme erschien, bot sich der Eindruck eines leicht überfrachteten Meisterwerks, das echte Kondition abverlangte. Es schien die ultimative Langversion aller Melodiebögen und Akkordmodulationen zu sein, die Lyle Mays und Pat Metheny je erdacht hatten; zu hören waren die bekannten Klanggebilde in sinfonischer Aufbereitung. Nie, so musste man annehmen, würde man dieses Grammy-geadelte Opus auf einer Bühne sehen können. Metheny sagt im Rückblick, die Band habe sich in der Sicherheit gewogen, ein reines Studiowerk abgeliefert zu haben. Es sollte anders kommen, und wer "The Way up" live erleben durfte, sah ein Ensemble, das eineinhalb Stunden lang mit leichter Hand Schwerstarbeit leistete. In Methenys Band gönnt sich niemand Pausen. Wer nicht gerade Soloparts abwickelt, greift zur Gitarre oder zur Perkussion. Noch eindrucksvoller als vom Konzertsaalsessel aus zeigt die Bildregie der High-Definition-DVD die klug eingesetzten Instrumentenwechsel und absolutes Verständnis für das Arrangement. Die wirklich interessanten Aussagen des mitgelieferten Interviews mit Pat Metheny dagegen hätten sich von 20 auf gut fünf Minuten zusammenstutzen lassen - aber wer einen kompletten Konzertabend mehr oder weniger sprachlos verbringt, darf hinter der Bühne ruhig ein wenig in seiner eigenen Musik schwelgen.
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